70 Jahre Bettwaren by Goldeck – Eine Geschichte zum Erfolg

DECKEN, KISSEN, LEBENSFREUDE

Seit 70 Jahren verbessern wir Ihren Schlaf.

Mit einer geliehenen Nähmaschine zum internationalen Spitzenunternehmen

Die Unternehmensgeschichte von Goldeck Textil könnte das Material für einen Hollywoodfilm liefern: Ein Schneidermeister baut sich nach dem 2. Weltkrieg mit Steppdecken eine Existenz auf, die sein Sohn zum weltweiten Spitzenreiter in den Bereichen Bettwaren, Schlafsäcke und Outdoorbekleidung ausbaut. Und alles beginnt mit einer Nähmaschine, die sich August Mayer sen. von seiner Mutter ausleiht.

Schneidermeister August Mayer sen. war 1947 auf der Suche nach einem neuen Markt. Fündig wurde er im Bett. Denn wer sehnt sich nach einem langen Tag nicht nach Geborgenheit und Wohlbefinden? Kurzerhand lieh sich August sen. die Nähmaschine seiner Mutter und begann, in seinem Wohnhaus Steppdecken zu nähen, die er dann mit einem VW Bus im Umkreis von 50 Kilometern an – bald sehr glückliche – Kunden verkaufte.

Doch nicht nur die Firma; im selben Jahr erblickt sein Sohn August jun. das Licht der Welt. Er sollte eine entscheidende Rolle für das Unternehmen spielen.

GOLDECK TEXTIL WÄCHST UND GEDEIHT

Anfang der 70er Jahre steigt August Mayer jun. ins Unternehmen ein. Wenige Jahre später kauft er seinem Vater die Firma ab und beginnt, die raffiniert genähten Steppdecken mit Baumwollfaser zu füllen.

Eine synthetische Vision

Seiner Zeit voraus, beschäftigt sich August jun. bereits 1975 mit synthetischen Fasern. Denn er erkennt, dass sie als Füllmaterial für Bettdecken bessere Charakteristika bieten, als Daunen. Innovation wird zum integralen Eckpfeiler von Goldeck Textil und Ende der 70er Jahre tüftelt er bereits an einer Vliesanlage zur Herstellung von Isolationsmaterialien mit ganz besonderen Eigenschaften.

Volles Risiko, voller Erfolg!

Die harsche, finanzielle Realität macht der Vision beinahe den Gar aus. Um die nötigen Maschinen und Infrastrukturen zu schaffen, wäre das Dreifache des Jahresumsatzes der noch aufstrebenden Firma nötig. Doch August jun. ist fest von seinem Vorhaben überzeugt. Er setzt alles auf eine Karte, veräußert sein gesamtes Hab und Gut und kauft für die Produktion seiner Isolationsmaterialien den besten Ofen, den der Markt zu bieten hat. Zudem investiert er in ein passendes Firmengelände samt Hallen und arbeitet Tag und Nacht – seinen Traum, die beste Faser der Welt zu produzieren, immer fest im Blick.

Pionier bei Synthesefasern

August jun. experimentiert mit Seide und Schafschurwolle, es ist aber vor allem die Kunstfaser, die es ihm angetan hat. Als Pionier auf dem Gebiet setzt er immer höhere Maßstäbe und erzielt immer bessere Produktcharakteristika. Das Geschäft mit den Steppdecken boomt und auch finanziell fasst August langsam wieder Tritt. Der aufstrebende Fremdenverkehr erweist sich als temporäre Goldgrube und als zuverlässiger Abnehmer einer großen Zahl an Bettdecken.

AUFSTIEG IN NEUE MÄRKTE

Expansion von Bettwaren in Schlafsäcke und Outdoorbekleidung

In den Folgejahren weitet August jun. sein Geschäftsfeld immer weiter aus und findet unter anderem in Schlafsäcken neue Einsatzmöglichkeiten für sein herausragendes Isolationsmaterial. In den frühen 80er Jahren zieht er, dank der überlegenen Faser und seiner innovativen Hochalpin-Schlafsäcke, einen Großauftrag an Land. Unter dem Markennamen Carinthia erobern die Produkte erstmals Belgien, Frankreich, Großbritannien und die Niederlande. Die internationale Expansion beginnt.

Der asiatische Stolperstein

Der steile Anstieg der Umsatzkurve wird 1995 plötzlich eingebremst. Denn der Import günstiger Waren aus dem asiatischen Raum untergräbt den Markt. August jun. ist gezwungen, Personal abzubauen und sein Geschäftsmodell komplett zu überdenken. Ganz oben auf der Liste der Fragezeichen steht die nun vergleichsweise teure Produktion in Europa.

Es folgen viele wache Nächte und zahlreiche Reisen nach Asien. Soll August jun. auf Tradition setzen oder die Billigproduktion im fernen Osten nutzen? Erneut verlässt er sich auf seine Intuition und entscheidet gegen den Trend. Er belässt die Produktion in Europa, ein mutiger Schritt, der sich als goldrichtig erweist.

INTERNATIONALER SIEGESZUG

Unaufhaltsamer Innovationsgeist

Die Premiumprodukte von Goldeck Textil (Bettwaren, Wasserbetten, Outdoor- und Militärschlafsäcke und Bekleidung) werden heute in alle Welt exportiert und erfreuen anspruchsvolle Kunden in 70 Ländern. Und August Mayer jun. ist auch im Alter von 69 Jahren nicht zu stoppen. Nach wie vor ist er aktiv im Unternehmen tätig und tüftelt an noch besseren Isolationsmaterialien. Mit leuchtenden Augen und voller Lebensfreude.